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Newsflash

Unser Fliegerstammtisch findet jeden ersten Dienstag im Monat statt. Wir treffen uns um 19:00 im Restaurant Pallino, Schäferweg 21 in Luzern (Karte)

News

Wildhutnews: Resultat Verhandlung Fluggebiet OW/NW

Nachfolgend das Infomail und das Sitzungsprotokoll von Angelika Siegfried bezüglich dem aktuellen Stand der Verhandlungsgruppe.

Resultat der Verhandlungssitzung: Es konnte keine Lösung gefunden werden.

 

Der Grund dafür ist, dass die Positionen der zuständigen Ämter und der Hängegleiter zu weit auseinander lagen.

 

Die wichtigsten Punkte, in denen keine Einigung erzielt werden konnte waren:

  1. Überflughöhen in den «Nichtflug-Gebieten» über den Jagdbanngebieten im Engelbergertal: 300m AGL ist aus Sicht der Wildhut ungenügend. Sie wünschten sich min. 600m AGL plus ein seitlicher Hangabstand. Aufgrund der Rückmeldung der Clubs und Flugschule hatte die Verhandlungsgruppe keine Möglichkeit höhere Überflughöhen zu vereinbaren.
  2. Zeitliche Einschränkung Hahnen, Bannalp-Walenstöcke: Den Ämter schwebten jährliche Einschränkungen vom Dez-Juni vor, während die Verhandlungsgruppe eine Winterruhe von Dez-März vorschlug. Die Forderungen der Ämter hätten das Fliegen im Engelbergertal zur besten Thermikzeit verunmöglicht. Dies ist aus Sicht der Verhandlungsgruppe unverhältnismässig.
  3. Sarneraatal: Der Deltaclub Stans akzeptiert keinerlei Einschränkungen in den von den Ämtern vorgeschlagenen Gebieten. An einer regionalen Kompromisslösung (direkte Info, wenn der Adler nistet) hatten die Ämter kein Interesse.
  4. Pilatus: Die Ämter sehen das Durchführen einer Studie als sinnlos an. Der SHV prüft, ob wir selber oder mit anderen Partnern am Pilatus und weiteren vergleichbaren Orten in der Schweiz eine Studie zur Klärung der Gewöhnung durchführen sollen.

 

Fazit:

Aktuell gibt es keine Überflugeinschränkungen in OW/NW. Die gesetzlichen Einschränkungen am Boden (Start- und Landeverbot) in den Wildruhezonen und den Jagdbanngebieten gelten selbstverständlich immer noch.  

 

Ausblick:

Der SHV geht nicht davon aus, dass dies das definitive Ende der Diskussion sein wird. In welcher Form die Geschichte weitergeht ist aber völlig unklar und kann derzeit von uns nicht mehr beeinflusst werden. Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Ämter mit dem Resultat ans UVEK wenden. Ich werde euch uns auf dem Laufenden halten sollte es Neuigkeiten geben.

 

Was ihr der Natur zuliebe trotzdem machen könnt:

  1. Haltet im Frühling möglichst viel seitlichen Abstand zu den Felsen und vertikaler Abstand zum Boden, um die Wildtiere mit ihren Jungen zu schonen. Die Wildtiere halten sich im Frühjahr an den sonnigen, südexponierten, schneefreien Hängen und Felsen auf. Im Sommer und Herbst sind Störungen für die Wildtiere viel besser zu verkraften.
  2. Meidet bekannte Adlerhorste. Ein Adler, der sich einem Hängegleiter aggressiv nähert verteidigt sein Nest und seine Brut. Beschäftigt ihn die Verteidigung zu sehr, kühlt die Brut und die Jungtiere aus und sterben. Friedliches  gemeinsames Kreisen in der Thermik verursacht hingegen keine Störung. Geniesst diese speziellen Momente!
  3. Meidet bei euren Flügen ganzjährig die grünen Gebiete in der beigelegten Karte von der Verhandlungsgruppe (siehe Protokoll).  In diesen Gebieten werden immer wieder grosse Fluchtreaktionen beobachtet.

Beschlussprotokoll

Der neue Flyer ist online

und kann hier heruntergeladen werden: Flyer 2018 Ausgabe 2

Vorschlag Hängegleiter für Gebiet OW und PIlatus

Angehängt als PDF findet ihr den Vorschlag der Hängegleiter für den Kanton OW, den der SHV zusammen mit der Verhandlungsgruppe (Oliver Kuhn, Thomas Küng, Philipp Steinger, Chrigel Markoff, Patric Ulrich) verfasst hat. Danke für eure vielen Inputs, die als Grundlage für den Brief gedient haben. Wir hoffen es ist so in eurem Sinn.

Basierend auf diesen Brief findet die Verhandlung mit den Behörden in den nächsten Wochen statt. Angelika wird uns über das Resultat und den Prozess auf dem Laufenden halten.

Alle Infos werden wieder auf der GCL Homepage veröffentlicht.

 

Stellungnahme der Hängegleiter Kanton OW

Kartenbeilage Jagdbanngebiete OW

 

Neuer Landeplatz in Engelberg

Ab dem 1 Okt. 2018 gibt es eine Änderung bezüglich dem Landeplatz in Engelberg. Wir bitten alle Mitglieder sich an die neue Landeplatzregelung zu halten.

weitere Infos gibt es unter folgendem Link.

http://www.brunni.ch/news/article/neuer-gleitschirmlandeplatz/

Verhandlung Soaringkarte Ob- und Nidwalden

Die Verhandlungen mit der Wildhut der Kantone Ob- und Nidwalden steigt in die heisse Phase. Nach ausgiebigen Vorgesprächen mit sämtlichen offiziellen Clubs, Schulen und wichtigen Gleitschirmpilot*innen der betroffenen Kantone hat sich rund um die Umweltbeauftragte des SHV, Angelika Siegfried eine Verhandlungsgruppe gebildet, welche unsere Interessen umfassend wahrnehmen soll. Darin nehmen folgende weitere Personen Einsitz:
- GCL-Mitglied Philipp Steinger (Vertreter der Streckenpiloten, lokale Kenntnisse Pilatus)
- Patrick Ulrich (Vertreter Clubs mit lokalen Kenntnissen Sarneraatal)
- Thomas Küng, Brunni Bahnen und lokale Kenntnisse Engelbergertal)
- Chrigel Markoff (Vertreter Schulen)
- Oliver Kuhn (Vertreter Clubs, Kommunikation)
 
Die Verhandlungsgruppe hat in einer vorbereitenden Sitzung die wichtigsten Argumente für die möglichst uneingeschränkte Ausübung unseres Sportes zusammengetragen und für die Verhandlungen ausformuliert. Ziel ist ganz klar, dass in beiden Kantonen weiterhin dem freien Fliegen nachgegangen werden kann. Man ist nur bereit, über Einschränkungen zu diskutieren, wenn diese nachvollzieh- und begründbar sind. Denn die Wildhut ist für die Umsetzung einer neuen Soaringkarte zwingend auf den SHV und deren Clubs und Schulen angewiesen. Den Standpunkt der Verhandlungsgruppe - und damit der Gleitschirmpilotinnen und -piloten - ist mit einem Brief an die Wildhüter übermittelt worden. Verfasserin dieses Briefes ist die Umweltbeauftragte des SHV. Sie hat dabei bereits tief in die Argumentationskiste gegriffen. So meinte etwa GCL-Mitglied und Streckenprofi Philipp Steinger: „Angelika hat ausgezeichnete Arbeit geleistet! Die eingebrachten Argumente sprechen für uns und ich bin mehrheitlich zuversichtlich.“ Ein überzeugendes Argument allerdings macht Philipp Bauchschmerzen, bzw. lässt sich aus seiner Sicht nicht konsequent nutzen: die Vereinheitlichung der Termin für alle Nutzergruppen. Während für Schneeschuhläufer und Tourengänger eine Schonzeit bis Ende April gilt, will er temporär eingeschränkte Gebiete spätestens ab Ende März wieder freigeben lassen. Als Streckenpilot mit langjähriger Erfahrung ist ihm bewusst, dass eigentlich bereits im März erste grössere Flüge möglich sind. Doch hierzu ist das letzte Wort noch nicht gesprochen und die Verhandlungsgruppe wird auch in diesem Punkt mit einer Maximalforderung aus Gleitschirmsicht in die Verhandlungen steigen.
Wichtigster Zwischenschritt ist am Montag, 27. August. Dann trifft sich die Verhandlungsgruppe zu einem ersten Gespräch mit der Wildhut des Kantons Obwalden.